Die Idee

Linden spielt aufDas soziokulturelle Stadtteil-Kulturfest „Linden spielt auf“ ist im Jahr 2015 Teil der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Jubiläum von Hannovers Szene-Kiez Linden. Angeregt von der jährlich in Hmaburg-Altona stattfindenden Altonale umfassen die Aktivitäten musikalische Darstellungen, Lesungen, Theater und Bildende Künste. Mitbürgerinnen und Mitbürger aller Coleur sind eingeladen, ihre künstlerischen und kreativen Repertoires in kleinen, aber feinen Formaten zu präsentieren: Amateure, semi-professionelle und künstlerisch tätige Menschen, die in Linden beheimatet sind. In einem Stadtteil, in dem 40 Prozent der Menschen einen migrantischen Hintergrund haben, sollen deren kulturelle Einrichtungen, Kioske und Vereinslokale besonders mit eingebunden werden. Die verschiedenen Gruppen und Künstler finden Beratung, Unterstützung und Übungsmöglichkeiten in den Räumlichkeiten des Kulturpalastes Linden. Die Umsetzung des Projektes erfolgt mit Hilfe von vier künstlerischen Betreuern aus Linden, von denen zwei einen migrantischen Hintergrund haben.

Zu den Zielen des Projektes gehören die Etablierung des Veranstaltungsformates, die Chance, Bewohnerinnen und Bewohnern, Vereinen und Bürgergruppen einen Rahmen für eigene kleine Konzerte, Lesungen und Aufführungen zu bieten, und gleichzeitig allen Menschen in Linden die einzigartige Möglichkeit zu geben, einen Blick auf die kreative Vielfalt im Quartier und in Hinterhöfe, Garagen, Gärten, Dachböden und Wohnzimmer zu werfen. All dies soll der Förderung der Gemeinschaft innerhalb der Nachbarschaft dienen und die Straße als Treffpunkt kulturellen Kennenlernens, Austauschs und gemeinsamer Aktionen zu fördern.

Träger des Projektes

Der Kulturpalast Linden e.V. existiert seit 2005 mit einem kleinen, aber feinen Standort direkt am Schwarzen Bären in Linden-Mitte. Der Verein arbeitet mit dem Ziel, besondere Musik-Veranstaltungen, Lesungen und soziokulturelle Projekte durchzuführen und damit zur kulturellen Vielfalt im Stadtteil Linden beizutragen. Darüber hinaus kooperiert der Verein mit dem Medienhaus Linden, dem Deisterkiez und dem Jazzklub im Quartier Linden sowie der Musikhochschule in Hannover. Der Verein wird vertreten durch die erste Vorsitzende des Kulturpalastes Linden Simone Beer, die, selbst Tochter einer Deutschen und eines türkischen Migranten, Ideengeberin für das Projekt „Linden spielt auf“ ist.